Motivation

Die Lebensmittelverschwendung stellt in unserer Wegwerfgesellschaft ein immer größeres Problem dar:

Zu diesem Thema können im Internet sehr viele Informationen abgerufen werden. Demnach verschwendet im Durchschnitt jeder Bundesbürger ca. 82 kg Lebensmittel jährlich. Das seien 60% der gesamten Lebensmittelverschwendung, die etwa 11 Mio. Tonnen betragen soll.

2/3 der von Privathaushalten entsorgten Abfälle seien allerdings vermeidbar. Neben anderen Ursachen (z.B. wegen falscher Lagerung oder aus kosmetischen Gründen) wird auch die vorzeitige Entsorgung aufgrund eines abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums genannt.

Missverständnis Mindesthaltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (abgekürzt: MHD) ist ein auf der Verpackung eines Lebensmittels aufgedrucktes Datum. Der Hersteller (bzw. Händler) sichert bei sachgemäßer Lagerung bis zu diesem Zeitpunkt den einwandfreien Zustand des Lebensmittels zu. Ein rechtlicher Anspruch besteht hier nicht, aber meist nimmt der Händler entsprechend beanstandete Ware zurück.

Fast alle Lebensmittel können jedoch auch noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genutzt werden! In diesem Fall sollten sie jedoch vom Verbraucher einer kritischen Prüfung in Aussehen, Geruch und ggf. Geschmack unterzogen werden. Hält ein Lebensmittel einer solchen Prüfung stand, steht einem Verbrauch meistens nichts im Wege. Dies ist auch daraus ersichtlich, dass im Handel auch noch Ware kurz vor dem MHD und bisweilen sogar kurz danach noch erworben werden kann, dann jedoch meist zu reduzierten Preisen.

Es gilt also grundsätzlich: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verbrauchsdatum und schon gar kein Wegwerfdatum!!

Ansatz von Product Control

Product Control will an genau dieser Stelle ansetzen. Mit Hilfe der App können Lebensmittel mit ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum erfasst werden. Product Control sendet dann bei Erreichen dieses Datums eine Benachrichtigung und weist damit auf einen zeitnahen Verbrauch hin.

Um dem o.g. Missverständnis entgegen zu wirken, kann für ein Lebensmittel auch ein Zeitraum nach dem MHD angegeben werden, in dem es weiterhin konsumierbar ist. Um den Aufwand gering zu halten, wird ein solcher Zeitraum jedoch nicht jedem Lebensmittel individuell zugewiesen, sondern den sogenannten Produkttypen, in denen gleichartige Lebensmittel zusammengefasst sind. So erhalten dann etwa Sahne, Quark und Joghurt andere Zeiträume (z.B. sieben Tage) als Dosenkonserven (diese können meist noch Monate nach dem MHD verzehrt werden). Nach Ablauf eines solchen Zeitraums erfolgt eine deutliche Warnung, das betroffene Lebensmittel zu entsorgen.

Zusätzlich kann bei den Produkttypen auch ein Zeitraum angegeben werden, bei dem entsprechend vor dem MHD ein Hinweis auf den baldigen Verbrauch eines Lebensmittels erzeugt wird.

Warnungen nach bzw. Hinweise vor dem MHD können grundsätzlich abgeschaltet werden. Dann werden ausschließlich Benachrichtigungen zum MHD erzeugt.